Badewanne zur Dusche umbauen – was bedeutet „Wanne raus, Dusche rein“?
Mit „Wanne zur Dusche“ oder „Dusche statt Badewanne“ ist eine Umbaumaßnahme gemeint, bei der die alte Badewanne entfernt und an derselben Stelle eine Dusche eingebaut wird – häufig mit flachem Einstieg oder möglichst ebenerdig.
Viele Systeme sind als Schnellumbau ausgelegt – dann ist der Umbau „Badewanne raus, Dusche rein“ oft innerhalb eines Tages möglich.
Für wen ist der Duschumbau sinnvoll?
Die Badewanne zur Dusche umzubauen, kann für verschiedene Menschen vorteilhaft sein. Besonders profitieren:
- Pflegebedürftige, die sicherer duschen möchten oder Unterstützung bei der Körperpflege brauchen.
- Senioren mit eingeschränkter Mobilität, für die das Ein- und Aussteigen über den Wannenrand zu unsicher geworden ist.
- Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder Behinderungen, die einen flacheren Einstieg, Haltemöglichkeiten oder mehr Bewegungsfreiheit brauchen.
- Angehörige, die zuhause jemanden pflegen und für die die Unterstützung beim Duschen in einer offenen Dusche häufig einfacher und rückenschonender ist als in der Badewanne.
- Menschen in generationsübergreifenden Haushalten, die ein Bad brauchen, das für unterschiedliche Bedürfnisse funktioniert – von mehr Komfort bis zu mehr Sicherheit.

Ergebnis des Umbaus von der Wanne zur Dusche
Badewanne als Dusche nutzen – wann reicht das, wann ist Umbau sinnvoll?
„Badewanne als Dusche“ wird oft gesucht, obwohl nicht immer ein kompletter Umbau gemeint ist. Wenn Sie beim Duschen in der Wanne noch sicher stehen und der Ein- und Ausstieg über den Wannenrand gut klappt, kann es ausreichen, die Badewanne weiterhin als Duschplatz zu nutzen.
Ein Umbau nach dem Prinzip „Wanne raus, Dusche rein“ ist dagegen sinnvoll, wenn der Wannenrand zur Hürde wird – etwa weil
- der Einstieg unsicher ist,
- das Sturzrisiko steigt oder
- beim Duschen regelmäßig Unterstützung nötig ist.
Eine Dusche mit flachem Einstieg oder bodengleicher Lösung kann dann den Alltag spürbar erleichtern – auch für Angehörige, die bei der Körperpflege helfen.
Wanne zur Dusche: Varianten
Das Prinzip von „Wanne raus, Dusche rein“ ist immer gleich: Die Badewanne wird entfernt und an derselben Stelle eine Dusche eingebaut.
Je nach Bad gibt es dabei unterschiedliche Varianten:
- Bodengleiche Dusche oder Dusche mit flachem Einstieg: Wenn die baulichen Voraussetzungen passen, kann eine bodengleiche Lösung umgesetzt werden – alternativ wird eine extra-flache Duschtasse eingebaut.
- Standardmaß oder Maßanfertigung: Je nach Grundriss wird die Dusche in einem gängigen Maß eingebaut oder individuell angepasst.
- Schnellumbau (Systemlösung) oder klassischer Umbau: Je nachdem, ob Fliesen und Anschlüsse weitgehend erhalten bleiben, kann der Umbau schneller vonstattengehen – bei größeren Anpassungen dauert es entsprechend länger.
- Offene Dusche (Walk-in) oder Dusche mit Abtrennung: Eine offene Dusche (auch Walk-in-Dusche genannt) wirkt luftiger und hat einen besonders einfachen Einstieg. Abtrennungen beziehungsweise Türen bieten mehr Spritzschutz – praktisch in kleinen Bädern.
Je nach Bedarf können diese Varianten barrierearm oder barrierefrei nach DIN gestaltet werden.
Wanne zur Dusche: Ausstattung und Sicherheitselemente
Mit der passenden Ausstattung wird die neue Dusche sicherer und komfortabler.
Häufig eingesetzt werden:
- Rutschhemmender Boden oder rutschfeste Matte als Übergangslösung
- Halte- und Stützgriffe für mehr Stabilität
- Sitzmöglichkeit, zum Beispiel Duschhocker, Duschstuhl oder klappbarer Wandsitz
- Thermostatarmatur als Schutz vor Verbrühungen
- Handbrause mit höhenverstellbarer Stange, leichter erreichbar – auch im Sitzen
- Duschabtrennung/Spritzschutz, wenn das Bad klein ist oder Unterstützung beim Duschen nötig ist
Zusatzausstattung einer begehbaren Dusche: 1. Thermostat-Armatur, 2. Duschhocker oder klappbarer Wandsitz, 3. Rutschhemmender Boden oder Anti-Rutsch-Matte, 4. Haltegriff, 5. Notrufsystem / Zugtaster
Viele Elemente lassen sich auch später nachrüsten, wenn sich der Pflegebedarf verändert. Beispielsweise gibt es spezielle Lösungen für Notfälle im Bad, beispielsweise Notrufsysteme oder Zugtaster.
Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber Barrierefreie Dusche: sicher, ebenerdig und gefördert umbauen.
Wanne raus, Dusche rein: Kosten, Zuschüsse und Förderungen
Die Kosten für den Umbau von der Badewanne zur Dusche können je nach Bad, gewünschter Ausführung und baulicher Situation deutlich variieren.
Grundsätzlich setzen sie sich zusammen aus:
- Materialkosten für Duschtasse, Armaturen, gegebenenfalls Wand- oder Glaselemente
- Arbeitskosten für Rückbau, Installation, Abdichtung und gegebenenfalls Fliesenarbeiten
- Zusätzlichen Leistungen, zum Beispiel Anpassungen an Leitungen beziehungsweise Abfluss oder am Bodenaufbau
Die meisten Handwerksunternehmen bieten Festpreise für den kompletten Umbau – von der Demontage der Badewanne über die Entsorgung bis hin zur Endreinigung.
Bei Standardumbauten können Sie mit 4.000 bis 6.000 Euro für einen vollständigen Umbau rechnen – inklusive Material und Montage. Einfachere Lösungen können günstiger sein, umfangreichere Sanierungen auch teurer.
Ab-Preise gelten meist nur bei sehr günstigen Voraussetzungen – verbindlich ist immer das Angebot nach dem Vor-Ort-Termin.
Kosten von „Wanne zur Dusche“: Preisfaktoren im Überblick
Wie teuer der Umbau am Ende wird, hängt vor allem von diesen Punkten ab:
- Größe der neuen Dusche und Platzverhältnisse im Bad
- Bodenaufbau und eventuell notwendige Entwässerungslösung
- Ausführung der Dusche (möglichst bodengleich oder mit flachem Einstieg/Duschtasse)
- Spritzschutz-Lösung (offen, Glaswand, Abtrennung/Türen)
- Ausstattung (beispielsweise Thermostat-Armatur, Sitz, Haltegriffe)
- Aufwand für Fliesen- und Abdichtungsarbeiten (je nachdem, was bestehen bleiben kann)
Zuschuss der Pflegekasse für den Umbau von der Wanne zur Dusche
Die Pflegekassen unterstützen sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, die den Alltag pflegebedürftiger Menschen erleichtern. Dazu gehört auch der Umbau „Wanne raus, Dusche rein“.
Pro Maßnahme sind bis zu 4.180 Euro Zuschuss möglich. Wohnen mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, kann sich der Zuschuss auf bis zu 16.720 Euro erhöhen.
Die Pflegekasse beteiligt sich am Umbau, wenn
- ein Pflegegrad vorliegt,
- die Pflege zuhause stattfindet und
- der Umbau die Pflegesituation verbessert – zum Beispiel die Pflege erleichtert oder die Selbstständigkeit unterstützt.
Wanne zur Dusche: Weitere Förderprogramme
Neben dem Zuschuss der Pflegekasse können Sie auf weitere Fördermöglichkeiten zurückgreifen. Von Ihrem Wohnort, Ihrer persönlichen Situation und den technischen Voraussetzungen im Bad hängt ab, welche davon für Sie infrage kommt:
- KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: Der Kredit kann für Maßnahmen zur Barrierereduzierung genutzt werden. Sie beantragen ihn nicht direkt bei der KfW, sondern über einen Finanzierungspartner (Bank).(3)
- KfW-Zuschuss 455-B „Barrierereduzierung“: Der Zuschuss ist aktuell nicht beantragbar. Die Förderung kann aber voraussichtlich ab Frühjahr 2026 wieder beantragt werden.(4) Wichtig: Einen Antrag können Sie nur stellen, wenn Sie noch nicht mit dem Vorhaben begonnen haben – als Vorhabenbeginn gilt in der Regel der Abschluss von Liefer- oder Leistungsverträgen.
- Kommunale Förderprogramme: Je nach Bundesland oder Kommune gibt es zusätzliche Zuschüsse oder Programme. Mehr dazu erfahren Sie beispielsweise über die Förderdatenbank und bei Ihrer Gemeinde beziehungsweise dem zuständigen Amt.
- Steuerliche Vergünstigungen: Unter Umständen können Sie Handwerkerkosten von der Steuer absetzen.
Umbau von Wanne zur Dusche: Planung
Eine gute Vorbereitung lohnt sich, damit der Umbau von der Badewanne zur Dusche reibungslos gelingt. Dazu gehört,
- die baulichen Voraussetzungen zu prüfen,
- passende Entwässerungslösungen auszuwählen,
- mögliche Besonderheiten frühzeitig zu berücksichtigen, beispielsweise im Altbau, und
- in Mietverhältnissen das Einverständnis des Vermieters einzuholen
Die folgenden Schritte zeigen Ihnen, worauf es dabei ankommt.
Wanne zur Dusche: Voraussetzungen im Bad prüfen
Damit Ihre Badewanne zur Dusche umgebaut werden kann, müssen einige bauliche Voraussetzungen erfüllt sein:
- Aufbauhöhe des Bodens: Für eine bodengleiche Dusche müssen Ablauf und Leitungen passend untergebracht werden. Wenn dafür nicht genug Platz ist, kommt beispielsweise eine extra-flache Duschtasse infrage.
- Lage von Wasserleitungen und Abfluss: Je näher der neue Duschbereich am vorhandenen Abfluss liegt, desto geringer ist meist der bauliche Aufwand.
- Abdichtung und Wasserführung: Der Fachbetrieb muss den Boden so vorbereiten, dass Wasser zuverlässig zum Ablauf läuft und nicht in Wände oder den Estrich eindringt. Das schützt die Bausubstanz.
- Platz und Bewegungsflächen: Wer im Sitzen duscht, einen Rollstuhl nutzt oder beim Duschen Unterstützung braucht, benötigt mehr Bewegungsraum. Das gilt auch, wenn Angehörige beim Duschen helfen.
Wanne zur Dusche umbauen: Entwässerung und Ablauftechnik
Das Wasser muss zuverlässig abfließen können, damit Ihre neue Dusche sicher funktioniert. Dafür kommen unterschiedliche Abläufe infrage:
- Bodenablauf (auch Punktablauf): Klassischer Ablauf, meist in der Mitte der Dusche.
- Linien- oder Rinnenablauf: Ablauf als schmale Rinne (seitlich oder am Rand)
- Wandablauf: Ablauf in der Wand – optisch zurückhaltend, technisch jedoch oft aufwendiger
Umbau von Wanne zur Dusche: Besonderheiten bei schwierigen baulichen Bedingungen
Nicht jedes Badezimmer erfüllt die Voraussetzungen für den Umbau von einer Wanne zu einer bodengleichen, barrierefreien Dusche.
Das ist häufig im Altbau der Fall, etwa weil der Unterboden zu dünn ist. Dann stößt die Entwässerung oft an Grenzen. Aber auch in dem Fall gibt es mehrere Möglichkeiten, eine sichere Dusche zu installieren:
- Fußboden anheben: Die Sanitärinstallateure können den Boden anheben, um Platz für ein Gefälle und den Ablauf zu schaffen. Bei hohen Räumen geht das gut.
- Abwasserleitungen verlegen: Die Leitungen können in den darunterliegenden Raum verlegt werden. Dafür werden sie an der Decke des Raums unter dem Bad geführt. Das lässt sich besonders gut umsetzen, wenn unter Ihrem Bad ein Keller ist. Liegt darunter eine andere Wohnung, ist das oft schwierig beziehungsweise nur mit Zustimmung und baulichem Aufwand möglich.
- Pumpsystem einbauen: Eine Pumpe, die eingebaut und mit Fliesen verkleidet wird, befördert das Wasser zu einem Ablauf, der höher gelegen ist.
Sie können natürlich auch auf eine komplette Bodengleichheit verzichten, wenn keine der Lösungen bei Ihnen infrage kommt. Dann können Sie eine flache Duschwanne, auch Duschtasse genannt, einbauen lassen. Achten Sie darauf, die Restschwelle als solche kenntlich zu machen, beispielsweise mit Markierungsstreifen.
Badewanne gegen Dusche tauschen: Vorgehen in der Mietwohnung
Ein Umbau der Badewanne zur Dusche ist in einer Mietwohnung grundsätzlich möglich – wichtig ist aber, dass Sie den Vermieter einbeziehen und sich vorher unbedingt sein Einverständnis einholen. Andernfalls kann er Sie abmahnen.
Sie können dabei wie folgt vorgehen:
- Bereiten Sie sich vor und informieren Sie sich über die Vorteile eines Badumbaus von der Wanne zur Dusche.
- Bitten Sie Ihren Vermieter entweder um ein persönliches Gespräch oder gehen Sie den schriftlichen Weg.
- Klären Sie Ihren Vermieter darüber auf, dass durch Ihren Umbau keine Kosten für ihn entstehen. Am wichtigsten ist für die meisten Wohnungsbesitzer, dass ein unkomplizierter Rückbau zum vorherigen Badezimmer jederzeit wieder möglich ist.
- Stimmt Ihr Vermieter dem Umbau-Vorhaben zu, sollten Sie dies in jedem Fall schriftlich festhalten. So haben Sie immer ein Dokument, auf das Sie sich berufen können.
Wanne zur Dusche: Checkliste für die Planung
Diese Punkte sollten Sie vor dem Umbau von der Badewanne zur Dusche berücksichtigen:
Wenn die wichtigsten Punkte geklärt sind, folgt der eigentliche Umbau. Wie die Umsetzung typischerweise abläuft, lesen Sie im nächsten Abschnitt.
Wanne zur Dusche umbauen: Ablauf und Umsetzung
Wenn Sie Ihre Badewanne zur Dusche umbauen lassen möchten, sollten Sie eine Fachfirma beauftragen. Mittlerweile haben sich viele Unternehmen auf den Umbau von der Wanne zur Dusche spezialisiert.
Beim Umbau „Wanne zur Dusche“ ist das Einbauprinzip immer ähnlich:
- Ein Fachmann nimmt die Maße der alten Wanne vor Ort auf. Gemeinsam mit Ihnen legt er fest, wie die Dusche hinterher aussehen soll. Spezielle Wünsche zum Design bestimmen Sie als Auftraggeber.
- Der Fachbetrieb erstellt Ihnen ein Angebot.
- Das Handwerkerteam rückt üblicherweise morgens an. Sie entfernen die alte Badewanne, eventuelles Mauerwerk und entsorgen den entstandenen Schutt sowie die alte Wanne. Bei Bedarf verlegen die Fachleute auch neue Rohre. Fliesen an Wand und Boden können je nach System teilweise erhalten bleiben. Die neue Duschfläche überdeckt dann den Bereich, den vorher die Wanne eingenommen hat.
- Die Montage-Fachkräfte setzen eine Duschfläche (auch Duschtasse genannt) ein.
- Die Rückwände und Seitenteile für eine Duschkabine folgen. Komplettsysteme, bei denen Rückwand und Duschfläche aus einem Guss bestehen, haben den Vorteil, dass es weniger Fugen gibt, die mit Silikon geschlossen werden müssen.
- Nun montieren die Handwerker die Armatur mit Brause und auf Wunsch mit zusätzlichen Hilfsmitteln oder allgemeinen Badezimmer-Accessoires.
- Nach einer Endreinigung ist der Umbau abgeschlossen. Wurden Silikonfugen eingesetzt, sollten Sie sie über Nacht aushärten lassen, bevor Sie die neue Dusche benutzen. Müssen keine neuen Fliesen verlegt werden, ist das Vorhaben „Badewanne raus, Dusche rein“ häufig innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag abgeschlossen.
Wanne zur Dusche umbauen: Vor und nach dem Umbau
Vorteile und mögliche Nachteile vom Umbau einer Wanne zur Dusche
Dusche statt Badewanne: Ist das die richtige Lösung für Sie? Wenn Sie eine Entscheidungshilfe brauchen, hilft oft eine Pro-und-Contra-Liste:
Der Umbau von der Badewanne zur Dusche kann den Alltag im Bad spürbar sicherer und komfortabler machen. Gerade wenn der hohe Wannenrand zur Hürde wird, sorgt eine Dusche mit flachem Einstieg oder bodengleicher Lösung für mehr Selbstständigkeit – und entlastet oft auch Angehörige bei der Unterstützung.
Auch wenn Planung, Kosten und Förderanträge zunächst aufwendig wirken: Mit einer passenden Lösung bleibt das Badezimmer langfristig gut nutzbar.
Häufig gestellte Fragen
Kann man eine Wanne zur Dusche umbauen?
Ja, grundsätzlich ist das möglich. Ob eine bodengleiche Dusche umsetzbar ist oder eher eine Dusche mit flachem Einstieg infrage kommt, hängt vor allem von Bodenaufbau, Ablauf/Leitungen, Abdichtung und Gefälle ab. Ein Fachbetrieb kann bei einem Vor-Ort-Termin prüfen, welche Lösung in Ihrem Bad realistisch ist.
Was kostet „Wanne raus, Dusche rein“?
Die Kosten variieren je nach Bad, gewünschter Ausführung und baulicher Situation. Häufig wird für Komplettpakete ein Betrag im Bereich von 4.000 bis 6.000 Euro genannt. Je nach System und Aufwand können Preise aber auch günstiger ausfallen. Müssen zusätzlich Leitungen/Abfluss, Bodenaufbau, Abdichtung oder Fliesen umfangreicher angepasst werden, steigen Aufwand und Kosten entsprechend.
Was kostet der Umbau einer Badewanne in eine Dusche durchschnittlich?
Einen festen Durchschnittspreis gibt es nur als grobe Orientierung, weil Badezimmer und Umbauumfang sehr unterschiedlich sind. Sinnvoll ist es, die Kosten im Angebot nach Posten aufschlüsseln zu lassen (Rückbau/Entsorgung, Installation, Abdichtung, gegebenenfalls Fliesenarbeiten, Anpassungen an Abfluss/Leitungen, Ausstattung) und mehrere Angebote zu vergleichen.
Kann ich die Pflegekasse für den Umbau meiner Badewanne zur Dusche beantragen?
Ja, das ist möglich. Wenn ein Pflegegrad vorliegt und der Umbau die Pflegesituation zuhause verbessert (zum Beispiel, weil der Einstieg sicherer wird oder die Unterstützung bei der Körperpflege leichter fällt), kann der Umbau als wohnumfeldverbessernde Maßnahme bezuschusst werden. Pro Maßnahme sind bis zu 4.180 Euro Zuschuss möglich. Leben mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, kann sich der Maximalbetrag entsprechend erhöhen. Wichtig: Den Antrag sollten Sie vor Beginn der Arbeiten stellen und in der Regel einen Kostenvoranschlag einreichen.
Gibt es neben der Pflegekasse weitere Fördermöglichkeiten?
Ja. Ergänzend kann der KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ für barrierereduzierende Maßnahmen genutzt werden. Er wird über einen Finanzierungspartner (zum Beispiel eine Bank) beantragt. Der KfW-Zuschuss 455-B ist aktuell nicht beantragbar.
Zahlt die Krankenkasse den Umbau von der Badewanne zur Dusche?
Bauliche Umbauten wie „Wanne raus, Dusche rein“ werden in der Regel nicht über die Krankenkasse finanziert. Die Krankenkasse kann unterstützt – je nach Bedarf – bei der Anschaffung von Hilfsmitteln. Haben Sie einen anerkannten Pflegegrad, können Sie allerdings einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro von Ihrer Pflegekasse beantragen (wohnumfeldverbessernde Maßnahme).
Warum werben manche Anbieter mit Preisen ab 3.000 Euro?
Solche Einstiegspreise können bei sehr einfachen Systemlösungen oder günstigen Voraussetzungen vorkommen. In vielen Fällen wird es teurer, sobald zusätzliche Arbeiten nötig sind – zum Beispiel an Abfluss/Leitungen, Bodenaufbau, Abdichtung oder Fliesen. Daher lohnt sich ein Angebotsvergleich mit klar aufgelisteten Leistungen.
Kann ich meine Badewanne durch eine ebenerdige Dusche ersetzen?
Oft ja – aber nicht in jedem Badezimmer. Für eine ebenerdige Lösung müssen Ablauf und Leitungen im Boden untergebracht werden können und es braucht eine passende Wasserführung (Gefälle/Abdichtung). Wenn das nicht möglich ist, kann eine barrierearme Alternative wie eine extra-flache Duschtasse sinnvoller sein.
Wie lange dauert der Umbau von Badewanne zur Dusche?
Wenn Fliesen und Anschlüsse weitgehend erhalten bleiben können, ist der Umbau bei manchen Systemlösungen oft innerhalb eines Tages möglich. Je nach Umfang (zum Beispiel Leitungs-/Abflussarbeiten, Bodenaufbau, Fliesen/Abdichtung) kann es aber auch länger dauern. Klären Sie die Dauer am besten im Vor-Ort-Termin und lassen Sie sie im Angebot benennen.




